Brasilien – ein Kontinent in einem Land

Brasilien – ein Kontinent in einem Land

on Jun 10, 13 • by admin • with No Comments

Küsten und Traumstrände, koloniale Städte und futuristische Architektur, gigantische Feuchtgebiete und atemberaubende Wasserfälle – Brasilien offenbart ein breites Spektrum unterschiedlichster Kultur – und Naturlandschaften. In einer der schönsten und lebhaftesten Metropolen des Landes beginnt die große...
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Küsten und Traumstrände, koloniale Städte und futuristische Architektur, gigantische Feuchtgebiete und atemberaubende Wasserfälle – Brasilien offenbart ein breites Spektrum unterschiedlichster Kultur – und Naturlandschaften.

In einer der schönsten und lebhaftesten Metropolen des Landes beginnt die große Reise ins Herzen Brasiliens, und schon hier lässt sich spüren, was den besonderen Reiz dieses Landes ausmacht: die Vielfalt und Fülle ganz unterschiedlicher Völker und Kulturen. So war Salvador da Bahia lange Jahre der wichtigste Einfuhrhafen für Sklaven aus Afrika. Deshalb ist der Bundesstaat Bahia auch heute noch derjenige mit dem größten Bevölkerungsanteil von Schwarzen und Mischlingen. Ihr Einfluss auf die Alltagskultur ist nicht zu übersehen und – hören: So wird die Musik von afrikanischen Rhythmen beinflusst.

In Salvador beginnt die weite Fahrt nach Westen. Die Straße BR 242 durchquert den gesamten Bundesstaat Bahia und dabei auch das brasilianische Küstengebirge, das hier Höhen von bis zu 1700 m erreicht und teilweise in spektakulären Canyons – wie im Nationalpark Chapada Diamantina – abbricht. In der darauf folgenden Ebene wird der etwa eineinhalb Kilometer breite Rio Sao Francisco bei Ibotirama überquert.

Hinter Barreiras, einem regionalen Zentrum, wendet sich die Route nach Süden, parallel zum Höhenzug der Serra Geral do Parana, und erreicht Brasilia. Weiter westlich, im Bundessaat Mato Grosso do Sul, breiten sich große Gras – und Weideflächen aus. Es ist ein wasserreiches Land, das im Osten vom Rio Paraguay begrenzt wird. Hier befindet sich ein Teil des größten Feuchtgebietes der Erde, das grenzüberschreitend mehr als 230.000 km² umfasst: der Pantanal, ein Tier – und Pflanzenparadies par excellence.

Wassermassen bestimmen auch den nächsten Haltepunkt der Route: Es sind die des 1320 km langen Iguacu, der im Dreiländereck Brasilien, Argentinien und Paraguay über zwei Stufen bis zu 72 m in die Tiefe stürzt. Von hier geht es durch den Bundesstaat Parana nach Osten, durch Wald, Weiden und Kaffeeplantagen. Bald ist das industrielle Herz Brasiliens erreicht: Sao Paulo, Brasiliens größte und wirtschaftlich stärkste Metropole.

Auf die berühmtesten Strände der Welt trifft man in Rio de Janeiro. Die Praia Copacabana und die Praia de Ipanema sind allerdings eher stark frequentierte Laufstege, an denen das Motto „sehen und gesehen werden“ gilt.

In einer geschichtsträchtigen Region begann die Reise und in einer ebensolchen endet sie auch: Nördlich von Rio lassen sich Kleinodien der kolonialen Vergangenheit entdeckten. Bereits im Jahr 1534 wurde der heutige Bundesstaat Espirito Santo zur portugiesischen Capitanie erklärt, und 1551 trafen die ersten Jesuitenpater hier ein. Später folgten Franziskaner und andere Orden, und es entstanden in den reichen Gemeinden wie Congonhas do Campo und Ouro Preto vor allem klerikale Bauten, die zu den schönsten Schöpfungen der brasilianischen Barockarchitektur gehören.

Bildquelle: Etienne Despois / Flickr.com

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